Für das Wort und die Freiheit

17.10.2016

Auftakt Frankfurter Buchmesse: Meinungsfreiheit, Urheberrecht, Innovation #fbm16

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins (Foto: Claus Setzer)
Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins (Foto: Claus Setzer)

Eine starke Buch- und Medienbranche kann Verständigung und Dialog fördern – diesen Gedanken stellte Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, heute auf der Pressekonferenz in den Mittelpunkt seiner Begrüßung zur Frankfurter Buchmesse 2016.

„In unserer von Spaltung, Dissens und Konfrontation geprägten Zeit muss die Buch- und Medienbranche ihre wichtige Rolle wahrnehmen. Gerade jetzt braucht die Gesellschaft starke und unabhängige Ideen- und Inhaltsvermittler, die Informationen und Geschehnisse einordnen, hinterfragen und differenzieren. Bücher verbreiten Wissen, Geschichten und Erfahrungen. Nie waren Buchmenschen und Kulturschaffende wichtiger als heute“, so Riethmüller.

Umso erschreckender sei es, dass an vielen Orten der Welt die Meinungs- und Publikationsfreiheit bedroht sind. Diese seien wesentliche Grundlage dafür, dass Verlage und Buchhandlungen ihren gesellschaftlichen Auftrag erfüllen können. „Die Freiheit des Wortes ist für uns ein Menschenrecht und nicht verhandelbar. Doch die Politik schweigt, schaut zu und handelt nicht“, so Riethmüller. Rund 80.000 Menschen haben bereits die Online-Petition #FreeWordsTurkey (www.freewordsturkey.de/petition) unterzeichnet, die der Börsenverein zusammen mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen gestartet hat. Darin fordert das Aktionsbündnis die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit kompromisslos zu verteidigen.

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